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Dr. Stephan Stein ist gebürtiger Deutscher. Er lebt und arbeitet fast halbes Leben in Russland. Seine Stationen: Moskau, St.Petersburg, Kaliningrad. Mehr als 20 Jahre, seit 1996, vertrat er in Nordwest-Russland die deutschen Handelskammern. Nordwest-Russland ist territorial fünfmal so gross wie Deutschland und reicht von Murmansk nach Nowgorod und von Kaliningrad über Sankt Petersburg nach Wologda. Im Laufe seiner Tätigkeit bereiste er den gesamten europäischen Teil der Russischen Föderation und den asiatischen bis zum Baikalsee. Dr. Stein ist spezialisiert auf Firmenansiedlungen in Russland.


 
<p><b>Wie geht das vor sich?</b></p>

Wie geht das vor sich?

Die Firmen laden mich ein und wir reden über die Strategie der Investition in Russland, Europa oder Deutschland. Dann übernehme ich, wenn das gewünscht ist, formal oder direkt die Firmenleitung vor Ort. Ich organisiere die Firma "schlüsselfertig", mache Behördengänge, Standortsuche, Personalbeschaffung und Aufbau der Vertriebsstrukturen. Alles geschieht in Absprache mit der Firmenleitung im Heimatland. Ich begleite auch Unternehmer bei ihren Vorhaben vor Ort.

<b>Dr. Stein, wie kann man Ihre Tätigkeit beschreiben?</b>

Dr. Stein, wie kann man Ihre Tätigkeit beschreiben?

Der Eintritt in den russischen Markt ist für viele Klein- und Mittelunternehmen kompliziert. Das gilt auch für russische Unternehmen, die in Europa investieren wollen. Man versteht die Sprache nicht und kennt die russischen bzw. europäischen Gesetze kaum. Um nicht den Vorurteilen auf beiden Seiten aufzusitzen, braucht man einen Lotsen. Die Firmen haben ihre Ingenieure und Techniker. Sie sind die Spezialisten für das Know-how. Ich bin der Spezialist für den strukturellen Firmenaufbau auf fremden Territorium.

 
<p><b>Wie sind Sie zu dieser Tätigkeit gekommen?</b></p>

Wie sind Sie zu dieser Tätigkeit gekommen?

Seit 20 Jahren machte ich das Gleiche für die deutschen Handelskammern. Jetzt bin ich im Ruhestand und führe die Arbeit privat weiter. Zur Ruhe setzen wollte ich mich nicht. Außerdem dachte ich: wohin mit all den Kontakten und Erfahrungen? Die können gewinnbringend für deutsche, europäische und russische Unternehmen angewandt werden. Darum entschloss ich mich, nicht nach Deutschland zurück zu gehen, sondern in Russland zu bleiben und zu arbeiten.

 
<p><b>Gefällt Ihnen diese Arbeit?</b></p>

Gefällt Ihnen diese Arbeit?

Mir gefällt die Arbeit mit den Menschen. Da es sich zwischen Deutschen, Europäern und Russen um verschiedene Mentalitäten handelt, bin ich besonders gefragt. Auf beiden Seiten. Ich spreche drei Sprachen fließend: deutsch ist meine Muttersprache, russisch und englisch. Mehr als 30 Jahre habe ich zwischen den Kulturen vermittelt und freue mich stets, wenn es gelingt. Ich war am Aufbau bedeutender Fabriken in Nordwest-Russland beteiligt: BMW, Bosch-Siemens Haushaltsgeräte und HIPP, um nur die größeren zu nennen. Unzählige habe ich beraten. Ich glaube, die Liste der dankbaren Geschäftsleute ist lang. Das macht mich stolz und gibt mir Optimismus für die weitere Tätigkeit.

 
<p><b>Was würden Sie einem potentiellen Investor, sei es in Russland oder in Europa, raten?</b></p>

Was würden Sie einem potentiellen Investor, sei es in Russland oder in Europa, raten?

Mein Wahlspruch lautet: Komme nicht mit deinen eigenen Gebeten in ein fremdes Kloster.



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